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Poster zur Präsentation des von der Akademie für Lehrentwicklung der Friedrich-Schiller-Universität Jena geförderten Lehrprojekts

Die LiLApedia ist ein Projekt, das von Studierenden des Fachs Deutsch an der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeitet wird. Sprachwissenschaftliches Fachwissen wird hier mit fachdidaktischen Kenntnissen verbunden, um Vermittlungsansätze für den Deutschunterricht zu optimieren und weiterzuentwickeln. Und das ist LiLA – Linguistik im Lehramt.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Wissenschaftliche Erkenntnisse finden nicht von selbst ihren Weg in den Schulunterricht. Deshalb müssen angehende Deutschlehrer*innen neben vielfältigen fachdidaktischen und pädagogischen Kenntnissen natürlich auch solche ihres wissenschaftlichen Hochschulfachs erwerben. Doch dieses Wissen kann man selbstverständlich nicht ungefiltert in die Schulpraxis übertragen. Im Gegenteil macht es den beruflichen Anspruch der Lehrerin und des Lehrers ja gerade aus, den Transfer aus der Wissenschaft hin zu den Bedürfnissen der Lernenden tagtäglich zu meistern.

Um den Jenaer Studierenden auch vonseiten der Hochschullehre eine gewisse Unterstützung bei ihren zahlreichen Schritten zu einem qualitätsvollen Schulunterricht zu geben, werden im Rahmen des Jenaer Modells der Lehrerbildung Co-Teaching-Module in Kooperation zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik angeboten. Speziell im Zusammenhang mit dem Seminar „Grammatik, Orthografie und Schule“ entsteht unter der Projektleitung von Frau Dr. Frederike Schmidt (Fachdidaktik Deutsch) und Herrn Dr. Stefan Lotze (Germanistische Sprachwissenschaft) hier ein Wiki zu ersten ausgewählten Themen rund um die deutsche Rechtschreibung und die Grammatik des Deutschen, die LiLApedia.

Arbeitsweise

Seiten der LiLApedia können grundsätzlich nur von Beteiligten eines Linguistik-und-Schule-Seminars erstellt und bearbeitet werden. Studierende arbeiten in Gruppen an jeweils einem Themenkomplex, dessen Darstellung in der LiLApedia sie initiieren und koordinieren. Das heißt, dass jede Gruppe das für ihr Thema nötige Geflecht an Artikeln erstellt und mit Inhalten füllt. Beteiligte anderer Gruppen sind dazu berechtigt und ausdrücklich aufgefordert, an den einzelnen Seiten mitzuarbeiten, Fehler zu korrigieren und Informationen zu vervollständigen und zu verbessern. Dazu können Änderungen entweder direkt vorgenommen oder auch zunächst auf der Diskussionsseite eines Artikels vorgeschlagen werden.

Alle – insbesondere aber die jeweils für die Inhalte verantwortliche Gruppe – sind verpflichtet, die Richtigkeit von Aussagen und Informationen nach wissenschaftlichen Standards zu prüfen und zu belegen. Dazu werden in jedem Artikel Einzelnachweise mit Literaturhinweisen und eine Literaturliste verwendet.

Artikel sollen so angelegt werden, dass sie einen möglichst engen und zugleich geschlossenen Fokus aufweisen. Sind zum Verständnis von Konzepten und Termini Informationen nötig, die einen oder mehrere eigenständige Artikel rechtfertigen, sollen solche weiteren Artikel erstellt werden. So kann die Strukturierung und Vernetzung eines Themenkomplexes besser erfasst und abgebildet werden. Auch die Zuordnung zu Kategorien bietet sich hierfür an.

Perspektive

Die LiLApedia, die im Wintersemester 2019/20 initiiert wurde, soll nach Möglichkeit in zukünftigen Seminaren genutzt und weiterentwickelt werden, sodass mit der Zeit ein immer umfassenderes Kompendium zum Bereich „Linguistik und Schule“ entsteht. Wir arbeiten mit der Perspektive auf echte Nützlichkeit auch jenseits des Hochschulunterrichts und hoffen so, dass die hier gebündelten Informationen zu einer Hilfe im Alltag von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern werden.